Hochhäuser in Düsseldorf 1920 bis 2020

Mit dem Wilhelm-Marx-Haus 1923 und den Brückentorgebäuden an der Uerdingerstraße 1929 entstanden hier die ersten höheren Büro- und Wohnhochhäuser in ganz Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Düsseldorf mit dem Mannesmann-Hochhaus 1958 und dem Dreischeibenhaus 1960 zur modernsten Stadt des Wiederaufbaus. Und die spektakulären Hochhäuser rund um den MedienHafen erlangten um die Jahrtausendwende große Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus. Diese spannende Entwicklung hält Hagen Fischer als ausgewiesener Kenner der Stadtplanung fest und dokumentiert auch nicht realisierte sowie bereits abgerissene Gebäude.

Hagen Fischer, Droste Verlag Düsseldorf 2020

PLÄNE PROJEKTE BAUTEN Architektur und Städtebau in Düsseldorf 2000 bis 2015

Lange Zeit industriell geprägt, entwickelt sich Düsseldorf mehr und mehr zur Dienstleistungsmetropole. Die wirtschaftliche Zukunft liegt im Handel sowie in der Medien- und Kommunikationsbranche. Dies spiegelt sich in den aktuellen stadtplanerischen Entwicklungen wider, die unter dem Motto stehen „Identität erhalten – Zukunft gestalten“. Die neue Wirtschaftsstruktur sowie Kultur, Bildung und Wissenschaft werden gestärkt, die typische Mischung aus Business und Lifestyle, Internationalität und lokaler Prägung bewahrt. Neben den herausragenden und über die Grenzen Düsseldorfs hinaus bekannten Projekten wie Medienhafen, Airport City und Messe richten sich die Planungsaktivitäten insbesondere auf die Aufwertung der Innenstadt, wie die Aktion „Platz da!“ zeigt. Ebenso bedeutend ist die Schaffung von hochwertigen städtischen Wohnquartieren, so zum Beispiel die neue Bebauung Im Heerdter Feld.

Der vom Oberbürgermeister Joachim Erwin herausgegebene Band präsentiert kürzlich fertig gestellte, geplante oder gerade im Bau befindliche Bauprojekte, die mit umfangreichem Bild- und Planmaterial vorgestellt werden. So entsteht eine Momentaufnahme des aktuellen Düsseldorfer Baugeschehens. 

Joachim Erwin (Hrg.), Verlagshaus Braun 2007

Spurensuche – Industriekultur Düsseldorf

Düsseldorf war und ist ein wichtiger Industriestandort. Ohne die rasante industrielle Entwicklung ab 1850 wäre die Stadt nicht die, die sie heute ist. Aber die Stadt hat einen ebenso tiefgründigen Wandel durchlebt. Stadtteile wie Oberbilk, Flingern, Lierenfeld oder Heerdt, die jahrzehntelang von Schloten und Werksmauern bestimmt waren, durchlebten eine regelrechte Deindustrialisierung. Auch wenn viele bedeutende Bauten und Anlagen verloren gegangen sind, haben sich dennoch Spuren dieses für Düsseldorf so wichtigen Kapitels erhalten. Oft ihres eigentlichen Kontextes beraubt, rätselt der Betrachter über ihre ursprüngliche Bedeutung.

Der Förderkreis Industriepfad Düsseldorf e.V. möchte Sie daher mitnehmen auf eine Spurensuche, Objekte der Industriekultur in Düsseldorf zu finden. Es gibt mehr zu entdecken, als Sie vermuten.

Peter Henkel, Droste-Verlag Düsseldorf 2019

Die Spur der Steine

Düsseldorf gilt als die Stadt des Ziegelsteins. Die prägenden Backsteingebäude wie das Wilhelm-Marx-Haus, der Ehrenhof oder die Matthäikirche gehören zum überregionalen Kanon des Backsteinexpressionismus der 1920er Jahre. Häufig wird er als der Baustoff der Region bezeichnet. Die Düsseldorfer Ziegelindustrie, die diesen Baustoff vor Ort produzierte, ist hingegen dem Vergessen anheimgefallen, obwohl sie das Stadtbild massiv prägte und es noch heute in ihren Spuren tut. Der Ringofen an der Bergischen Landstraße ist der letzte sichtbare Vertreter dieser Industrie. Diese beiden Themen waren dem Förderkreis Industriepfad 2015 einen Ausstellungszyklus wert. Zusammen mit Prof. Jürgen Wiener, dem ausgewiesenen Experten zur Geschichte und Semantik der Düsseldorfer Backsteinarchitektur, hat Dr. Peter Henkel nun den Katalog hierzu vorgelegt. Erstmals werden Ziegelproduktion und Ziegelarchitektur in Düsseldorf in einen Zusammenhang gebracht.

Peter Henkel, Jürgen Wiener, Droste Verlag Düsseldorf 2016

Der Künstler Otto Pankok und ‚Das wilde Heinefeld’ als Ort städtebaulicher und kultureller Freiheit

Im Heinefeld im Düsseldorfer Norden entstand in den 1920er Jahren eine informelle Siedlung. Aus dieser entwickelte sich schrittweise ein reguläres Wohnviertel, ausgestattet mit Infrastruktur und eingebunden in die Stadtlandschaft. Heute sind die dramatischen Entwicklungen, welche die Struktur des Stadtteils Unterrath grundlegend veränderten, im Stadtbild nicht mehr nachzuvollziehen. An diesem besonderen Ort jedoch entstand nicht nur Wohnraum für viele Menschen, er wurde auch zu einem Platz für besondere kulturelle Entwicklungen. Die Gegebenheiten vor Ort wurden Anlass für Begegnungen, gegenseitiges Kennenlernen und für die Schaffung neuer Räume. Im Kontext der Siedlung entstanden kulturelle Leistungen, in einer Situation bitterster Armut schufen die Menschen Situationen, die als schöpferisch und konstruktiv beschrieben werden können.

Ina Scheffler, Journal: SIEGEN:SOZIAL 2017

https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:467-12015