Medienhafen
Baukategorie Öffentliche und private Verwaltung, Bauten für Handel oder Gewerbe, Versorgung und Entsorgung
Baustil 1920-1960 Neue Sachlichkeit/Bauhaus/Internationaler Stil, 1945-jetzt Moderne, 1970-jetzt High-Tech-Architektur
Beschreibung von links:

Colorium 2001, William Alsop

silberner Würfel davor:
Maki-Solitaire 2006, Fumihiko Maki

Port Event Center PEC 2002, Norbert Wansleben
Sitz der Ogilvy-Werbeagentur

Rheinturm 1982, Harald Deilmann

DOCK Düsseldorf Office Center 2002, Jo Coenen

Die Umstrukturierung des nördlichen Zollhafengebiets erfolgte bereits in den Achtzigern mit Bau des Rheinturms, des Landtags NRW und dem Sitz des WDR Landestudio Düsseldorf. In den Neunzigern wurde im Bereich des Handelshafens die Ansiedlung von Unternehmen der gerade boomenden Medienbranche gefördert. Die Nachfrage wurde überschätzt, die leerstehenden neuen Bürogebäude wurden von anderen Unternehmungen bezogen. Die Bezeichnung Medienhafen blieb aber erhalten. Die Gastronomie erkannte früh das touristische Potential des Gebiets und lockt mit einem großen Angebot Touristen aus nah und fern. Architektonisch stellte und stellt das Gebiet eine Spielwiese nationaler und internationaler Architekten dar. Frank O. Gehry setzte mit seinem "Neuen Zollhof" ein dekonstruktivistisches Ausrufezeichen und für Düsseldorf ein neues Wahrzeichen. In manchen Augen wirkt der Medienhafen etwas bunt und schrill, typische Solitärarchitektur steht dicht gedrängt beisammen und stiehlt sich gegenseitig die Schau. Gängige Klischees über Düsseldorf und seine Bewohner werden hiermit bedient: extravagant und schillernd, jeder macht sein Ding und will den anderen überstrahlen.

Architekturführer Medienhafen der Architektenkammer NRW:Architekturfuehrer_Medienhafen_Version_Internet.pdf
Stadtteil Hafen
Aufnahmeort Holzstraße, Franziusstraße
Aufnahmezeitpunkt 25.09.2006 16:45 h